Strandurlaub

Viele Familien buchen einen Badeurlaub, da die Kinder hier am meisten Spaß haben, die Eltern somit auch entspannen können  und nicht zuletzt um ein paar Tage Sonne zu tanken.

Hier einige Tipps zum Sonnenbaden

  • Der Sonnenschutzfaktor bezieht sich meist nur auf den Schutz vor der UV-B Strahlung. Ein gutes Sonnenschutzmittel sollte aber gleichzeitig noch einen UV-A Filter besitzen. Dies ist insbesondere für die sehr sensible Kinderhaut wichtig.
  • Wiederholtes eincremen verlängert die Schutzzeit nicht!
  • Für Kinder einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden. Am besten Lichtschutzfaktor 20 (oder höher) für das Gesicht und Lichtschutzfaktor 18 (oder höher) für den Körper.
  • Keine Babysonnenöle verwenden. Diese erhöhen manchmal sogar noch das Schädigungsrisiko für das Kind.
  • Beachten Sie, dass Sie bei Ihrem Kind alle der Sonne ausgesetzten Hautstellen eincremen, insbesondere auch Lippen, Nacken, Fußrücken, wenn barfuss oder in Sandalen gegangen wird und Handrücken.
  • Bei Kindern ist ein wasserfester Sonnenschutz absolut notwendig um Schutzlücken durch Abrieb beim Herumtoben und beim Schwitzen zu
    vermeiden. Unbedingt wasserfeste Sonnenschutzmittel  verwenden. Die von der Wasseroberfläche reflektierten UV-Strahlen sind besonders intensiv, und sogar einen halben Meter unter Wasser wirken noch 60 Prozent der Strahlung. Nach dem Baden Salzkristalle oder Chlor abduschen und die Haut anschließend nicht von der Sonne trocknen lassen. Die Wassertröpfchen (und Salzkristalle vom Meerwasser) wirken wie Mini-Brenngläser. Die Haut verbrennt schneller. Also abtrocknen und wieder neu eincremen.

Kinder  

brauchen Extra-Schutz, denn die Kinderhaut ist um das Zehnfache dünner als die von Erwachsenen und verfügt noch nicht über deren natürliche Schutzmechanismen, besonders in den ersten sechs Jahren.
Spielen am Strand und Pool ohne wasserfeste Kinder-Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte völlig tabu sein. Noch einfacher ist Sonnenschutz mit einem neuen blau-grünen Sonnen-Spray (von Nivea Sun), das sich ruckzuck auftragen und außerdem erkennen lässt, ob der Sonnenschutz lückenlos aufgetragen wurde, oder nachgesprüht werden muss. Keine Sorge: Nach dem Einreiben ist von der zarten Pastellfarbe nichts mehr zu sehen.
Zur "Safer-Sun-Ausrüstung" für Kinder gehören außerdem ein Sonnenhut, eine Sonnenbrille mit einem CE-Zeichen, das hundertprozentigen UV-Schutz garantiert, und ein Baumwoll-T-Shirt. Ganz neu sind Waschmittel, die UV-Schutz in Kleidung wäscht (z. B. "UV-Schutz Waschpulver" von Frosch). Nach zehn Waschgängen hat sich so viel Schutz in der Kleidung aufgebaut, dass 97,5 Prozent der UV-Strahlen nicht mehr bis zur Haut gelangen. Ohne UV-Schutz-Waschpulver halten Textilien nur etwa 70 Prozent der Sonnenstrahlen ab.
Neu sind auch Textilien, die bereits Sonnenschutz enthalten.

 
Babys und Kleinkinder

vertragen überhaupt keine direkte Sonneneinstrahlung. Ein Sonnensegel oder -schirm bieten Schutz. Allerdings haben selbst hier die UV-Strahlen noch 50 Prozent ihrer Energie; ohne Hütchen, T-Shirt und Sonnenbrille geht es also auch im Schatten nicht. Wenn der Schatten kleiner als die Körpergröße ist, ist die Gefahr für einen Sonnenbrand am größten. Im Süden bedeutet das: Siesta im Haus zwischen 11 und 15 Uhr. Da der Körper in der Sonne besonders viel Flüssigkeit verliert, nutzen Sie die Siesta, um Ihre "Wassertanks" wieder aufzufüllen.
Nach den Stunden am Strand oder Pool braucht die Haut Zeit, um sich zu erholen. Eine sanfte Après-Pflege hilft ihr dabei. Beginnen Sie mit einer Dusche. Kühl anfangen, weil das die Hitze aus dem Körper zieht, dann lauwarm. Am besten einen milden Duschzusatz mit rückfettenden Substanzen verwenden. Anschließend ein leichtes, kühlendes After-Sun-Produkt einmassieren. Ein Tipp: Bewahren Sie Après-Produkte im Kühlschrank auf - das ist herrlich erfrischend auf der Haut!

Sonnenschutzmittel für Kinder - STIFTUNG WARENTEST zeigt die besten Produkte:

Drei sind mangelhaft:
Natürlich müssen die Sprays und Lotionen halten, was sie versprechen. Drei Produkte schaffen das nicht. Nivea deklariert die Baby Sonnen-Milch mit Lichtschutzfaktor 25. Tatsächlich unterschreitet sie diesen Wert aber um mehr als 20 Prozent. Auch die Sonnenmilch und das Sonnenspray von Ihr Platz/Alando schützen deutlich schlechter als auf der Packung angegeben. test-Qualitätsurteil: mangelhaft.

Billig und sehr gut:
Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Die Schlecker AS Sun Sonnenmilch für Kinder schützt sehr gut. Preis: nur 1,55 Euro für 100 ml. Zum Vergleich: Das teuerste Produkt von Eucerin kostet 8,40 Euro. test-Urteil: sehr gut. Aber nicht besser als die Sonnenmilch von Schlecker.

Sehr gut und ebenfalls preisgünstig:
dm/Sundance Sonnenmilch für Kinder, Dreaming Sun Sonnenmilch für Kinder, Rossmann Sun Ozon Sonnenmilch für Kinder, Müller/Sun Ozon Sonnenmilch für Kinder und Lidl Cien Beauty Kinder Sonne. Preis: bis zwei Euro für 100 ml.

Nach dem Baden wieder cremen!
Alle getesteten Produkte sind übrigens wasserfest. Trotzdem gilt: Nach dem Baden am besten neu eincremen. Denn im Wasser geht immer ein Teil der Schutzwirkung verloren. Selbst bei wasserfesten Cremes und Sprays. Wichtig: Neues Eincremen verbessert den Schutz – verlängert ihn aber nicht. Die Dauer des Schutzes pro Tag lässt sich durch mehrfaches Anwenden des Sonnenschutzmittels nicht steigern. Allerspätestens beim Erreichen des Faustformelwerts heißt es: Anziehen und raus aus der Sonne! Duschen und Eincremen nicht vergessen. Das ist Balsam für die Haut.

Wie lange hält sich Sonnencreme?

Am besten innerhalb einer Saison verbrauchen. Jedes Jahr spätestens vor Urlaubsbeginn stellt sich die Frage: Ist die Sonnencreme aus dem letzten Sommer noch verwendbar? Dies ist wie so oft nicht ganz eindeutig mit ja oder nein zu beantworten. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet angebrochene Produkte aus der vergangenen Saison lieber nicht mehr. Insbesondere wenn das Sonnenschutzmittel z. B. am Strand längere Zeit starker Sonneneinstrahlung oder großer Hitze ausgesetzt war oder durch Sandkörnchen verunreinigt ist, sollten Sie sich nicht mehr im nachfolgenden Sommer damit eincremen. Angebrochene Sonnenschutzmittel, die nicht überhitzt waren, lagern bis zu ihrer Weiterverwendung am besten kühl und dunkel im Kühlschrank. Sichere Anzeichen für einen Verderb sind unangenehmer Geruch, veränderte oder ungleichmäßige Konsistenz und Verfärbungen.

Sonnenbrille nicht vergessen

Zur Safer-Sun-Ausrüstung für Kinder und Erwachsene gehört unbedingt eine Sonnenbrille. Ohne Schutz für die Augen kann es zu akuten, schmerzhaften Entzündungen von Horn- und Bindehaut kommen. Auch das Risiko, an grauem Star zu erkranken, steigt ohne Sonnenbrille. Besonders empfindlich sind Kinderaugen sowie blaue und grüne Augen. Sie lassen mehr Sonnenlicht bis zur Netzhaut durch. Achten Sie beim Kauf auf das CE-Zeichen oder auf den Aufkleber UV 400. Damit ist ein guter Schutz für Augen garantiert.

Bei Hitze viel trinken

Vor allem am Strand, wenn Kinder auch noch schwitzen, brauchen sie viel Flüssigkeit. Doch von selbst trinken die wenigsten genug. Deshalb sollten Eltern regelmäßig ein Getränk anbieten. Am besten geeignet sind Wasser (in südlichen Urlaubsländern nur aus original verschlossenen Flaschen), ungesüßte Tees und verdünnte Säfte. Leckere Snacks für zwischendurch sind auch Gurken, Tomaten, Melonen oder Pfirsiche.

Raus aus dem Wasser

Kinder kühlen schneller aus als Erwachsene. Höchste Zeit zum Rausgehen aus Pool oder Meer ist es, wenn die Lippen sich blau färben, die Zähne zu klappern anfangen und die Haut blass wird. Damit sich der Körper schnell wieder erwärmt, die nassen Badesachen ausziehen, Haut kräftig abrubbeln, Haare mit einem Handtuch abtrocknen und etwas anziehen.  

Wachsam am Wasser

Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen der häufigste tödliche Unfall bei Kindern. Der Grund: Kleine Kinder haben einen relativ großen, schweren Kopf, der sie buchstäblich nach unten zieht. Und sie verfügen bis etwa zum Schulalter über einen Reflex, der die Atemwege bei plötzlichem Wasserkontakt verschließt. Experten sprechen vom trockenen Ertrinken. Lassen Sie deshalb Ihr Kind am Pool, Platschbecken oder Strand nie aus den Augen, auch nicht für einen Moment. Selbst mit Schwimmflügeln besteht Ertrinkungsgefahr.

 Kinder auf Tauchgang

Kleine Wasserratten tauchen gern ab. Absolut in Ordnung, wenn sie

  • sicher schwimmen können und am besten bereits das Seepferdchen haben
  • nicht Streckentauchen
  • keine Schwimm-, sondern eine Taucherbrille tragen. Unter Wasser wird der Druck der relativ kleinen Schwimmbrille rund um die Augen zu groß
  • besser nicht tiefer als 2 Meter tauchen

Übrigens sollte man die Kinderohren nach dem Tauchen und Schwimmen gut abtrocknen. Feuchtigkeit weicht das schützende Ohrenschmalz auf und begünstigt Entzündungen im Gehörgang.

Kindgerechter Strand, -umgebung

  • Sandstrand ist grundsätzlich kinderfreundlicher, da hier die Kinder ausgelassen spielen und toben können
  • Meer bleibt weit hinaus flach, so können Kinder herrlich im und am Wasser spielen ohne den Grund unter den Füssen zu verlieren
  • ist in der näheren Umgebung Tretboot-, Surfbrettverleih, Minigolfanlage vorhanden?

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